Malsch, Wein- und Wallfahrtsort im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg

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Tapinoma magnum im GVV Rauenberg

Tapinoma magnum: Bekämpfung durch Fachfirma startet in KW 29

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Malsch,

im November letzten Jahres hatten wir Sie über das gesicherte Vorkommen der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum im Bereich der Straßen Alte Berg und Wiesenstraße informiert. Um Sie bestmöglich über die Ausbreitung auf dem Laufenden zu halten, haben wir die aktuelle Verbreitungskarte mit dem Stand vom April hier online gestellt. So können Sie direkt nachsehen, ob sich Ihr Grundstück im betroffenen Bereich befindet.

Zudem finden Sie hier weiterhin die Checkliste mit den Erkennungsmerkmalen sowie die Liste mit den privaten Bekämpfungsmöglichkeiten. Da das Verhalten dieser Art noch nicht vollständig erforscht ist und wir stetig neue Erkenntnisse gewinnen, werde ich diese Dokumente auf der Homepage fortlaufend für Sie aktualisieren, sobald es Neuigkeiten gibt.

Großartiger Zwischenerfolg dank Ihrer Mithilfe!

An dieser Stelle gilt Ihnen, liebe Anwohnerinnen und Anwohner, ein ganz herzliches Dankeschön! Durch Ihre hervorragende Unterstützung und Ihr tatkräftiges privates Eingreifen in den vergangenen Monaten konnte die Superkolonie in Malsch bereits spürbar zurückgedrängt werden. Als ich am 22.06.2026 gemeinsam mit einer spezialisierten Fachfirma die Lage vor Ort begutachtet habe, war die Erleichterung groß: Es waren im Vergleich zum Vorjahr nur noch wenige Grundstücke akut betroffen. Dieser Erfolg zeigt, was wir gemeinsam erreichen können!

Gezielter Start der Fachfirma in KW 29

Um diesen Vorsprung zu nutzen und die verbliebenen Ameisen wirksam einzudämmen, hat die Gemeinde eine spezialisierte Fachfirma engagiert. Die professionellen Maßnahmen auf den öffentlichen Flächen werden in der Kalenderwoche 29 (ab dem 13.07.2026) starten und voraussichtlich – immer wetter- und befallsabhängig – bis Mitte Oktober 2026 fortgeführt.

Hierzu gibt es für Sie wichtige Eckpunkte zu wissen:

  • Die Methode: Die Firma arbeitet hauptsächlich mit umweltschonendem, heißem Wasser. Um dieses effektiv direkt in die Nester einbringen zu können, bohren die Mitarbeiter bei Bedarf kleine Löcher zwischen die Pflastersteine. Diese Bohrungen sind rein oberflächlich. Es wird keinesfalls so tief gebohrt, dass Leitungen im Boden verletzt werden könnten.
  • Der Rhythmus und die Biologie der Tiere: Geplant sind – je nach Witterung – voraussichtlich Einsätze an zwei Nachmittagen pro Woche. Wir haben uns bewusst für die Durchführung in der zweiten Tageshälfte entschieden, was an einer biologischen Besonderheit dieser Ameisen liegt: Die Sonne erwärmt im Laufe des Tages die Pflastersteine massiv. Sobald die Steine warm genug sind, tragen die Ameisen ihre Brut aus den tiefen Nestkammern gezielt nach oben in die Kammern direkt unter dem Pflaster, um die gespeicherte Strahlungswärme zu nutzen. Erst am Abend wandert die Brut wieder zurück in die Tiefe. Durch den Einsatz am Nachmittag treffen wir die Kolonie also an ihrer empfindlichsten Stelle. Die Firma teilt diese Einsätze flexibel und nach akutem Bedarf ein.
  • Unser Ziel – Die gesamte Kolonie im Blick: Wir werden zwar auch hier gezielt an den äußeren Enden der Kolonie mit der Bekämpfung beginnen. Da die betroffene Fläche dank Ihres Einsatzes jedoch so überschaubar geworden ist, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir schon bald die gesamte Kolonie auf einmal flächendeckend bekämpfen und so maximal unter Druck setzen können.
  • Zuständigkeit: Bitte beachten Sie, dass die Gemeinde Malsch die Fachfirma ausschließlich für die Bekämpfung auf gemeindeeigenen (öffentlichen) Flächen beauftragt hat. Eine Bekämpfung auf Privatgrundstücken darf durch die Firma über diesen Auftrag nicht erfolgen.

Was können Sie weiterhin auf Privatgrundstücken tun?

Ein nachhaltiger Erfolg gelingt uns nur, wenn wir weiterhin Hand in Hand arbeiten. Bitte prüfen Sie bei erhöhtem Ameisenaufkommen auf Ihrem Grundstück anhand der Online-Checkliste, ob es sich um Tapinoma magnum handelt.

Für die private Bekämpfung haben sich weiterhin folgende Sofortmaßnahmen bewährt:

  1. Kochendes Wasser: Gießen Sie einmal wöchentlich kochendes Wasser tief in die Nester. Achten Sie auf flüchtende Ameisen in der Nachbarschaft und reagieren Sie dort sofort analog. Sprechen Sie sich unbedingt mit Ihren Nachbarn ab!
  2. Kieselgur: Das Aufpudern oder -sprühen von Kieselgur (gemahlene Kieselalgen) schädigt das Exoskelett der Ameisen und lässt sie austrocknen.
  3. Flächen minimieren: Pflastern Sie so wenig Flächen wie möglich und lassen Sie den Rasen ruhig etwas länger stehen – die Art meidet das kühlere Mikroklima hoher Vegetation.
  4. Professionelle Hilfe: Sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Firma bereits nachweisbare Erfahrung mit der Bekämpfung von Tapinoma magnum besitzt.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Wachsamkeit, Ihre Meldungen und Ihre fantastische Unterstützung. Lassen Sie uns das Thema weiterhin gemeinsam und mit Geduld angehen!

Kontakt für Rückfragen und Meldungen:

Jacqueline Geiger

Umweltbeauftragte GVV Rauenberg

Wieslocher Straße 21, 69231 Rauenberg

Telefon: 06222 619-31 | Mobil: 0163 7739423

E-Mail: jacqueline.geiger@rauenberg.de

 

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